LaufenLeseeckeRennsteiglauf 2016 – Das schönste Ziel der Welt?

29. Mai 2016von Andreas Roth0

Was habe ich mir bei der Anmeldung zum Rennsteiglauf eigentlich gedacht? Bereits im letzten Spätsommer habe ich mich zum Supermarathon angemeldet und auch gleich ein Hotel gebucht. Supermarathon klingt so leicht und angenehm. Aber dahinter verbirgt sich ein Ultramarathon über Waldwege und Trails über 72,7 km und knapp 2.000 Höhenmeten im Thüringer Wald auf dem bekannten Rennsteig. Schon zu DDR-Zeiten war dieser Lauf kult. Und mittlerweile genießt er diesen Kultstatus über die deutschen Grenzen hinaus. Oftmals wird auch vom schönsten Ziel der Welt gesprochen.

Ich hatte also schon so viel darüber gelesen und stellte den Lauf somit auf meine Wettkampf-To-Do-Liste. Und einen Ultra wollte ich ja eh mal laufen. Zu Hause erzählte ich nur, dass ich an einem Wochenende im Mai an einem regionalen Waldlauf teilnehmen möchte. Und schon hatte ich die Zustimmung.

Damals meldete ich mich auch gleich für den eine Woche davor stattfindenden Dämmermarathon in Mannheim an. So konnte ich – dachte ich damals zumindest – noch einen langen langsamen Lauf in der Vorbereitung machen.

Diese Erwartung zerplatzte, als Helmut und Stefan am Start des Marathons in Mannheim sagten, dass sie eine Pace von 4:15 angehen wollten. Also Zielzeit Richtung Sub 3. Einfach nur langsam hinterherlaufen, obwohl ich evtl. auch diese Pace gehen könnte wollte ich dann aber auch nicht mehr. Nach (ganz) kurzer Überlegung schloss ich mich also diesem Vorhaben an. Für Sub 3 hat es ja leider nicht gereicht (siehe Artikel zum Mannheim Marathon), aber ein paar Sekunden über 3 Stunden führte dann doch zu schweren Beinen. Am nächsten Tag bereute ich diesen schnellen Lauf mit Blick auf den kommenden Rennsteiglauf. Also plante ich in der Woche vor dem Ultra nur zwei weitere 5 km Regenerationsläufe ein.

Am Freitag absolvierte ich den letzten Lauf in Braunschweig und dann fuhr ich gleich danach mit dem ICE nach Eisenach. Lt. Google Maps lag mein Hotel ca. 1,7 km vom Bahnhof entfernt. Also eigentlich kein Problem zu Fuß mit Koffer. Ich hätte aber besser im Vorfeld das Höhenprofil studieren sollen. Etliche Höhenmeter lagen am Ende dazwischen, mit denen ich am Samstag Abend nach dem Lauf auch noch kämpfen durfte.

Im Hotel angekommen noch ein Telefonat nach Hause mit einem kleinen Hinweis, dass der Wald hier doch sehr groß ist und ich dann etwas länger unterwegs sein werde stieß auf nicht allzu große Begeisterung.

Danach hieß es Startnummer abholen und an der Original Thüringer Kloßparty teilnehmen. Mit vollem Magen und einem angespannten Gefühl zurück ins Hotel und früh ins Bett. Aufstehen um 3 Uhr. Frühstück als Eigenversorger auf dem Zimmer und um 5:30 stand ich auf dem Marktplatz und genoss die wunderbare Atmosphäre auf dem Marktplatz beim Start. Es kribbelte wie eigentlich vor jedem Start. Das Gefühl hier war aber noch ganz anders. Bei einem Marathon weiß ich mittlerweile was auf mich zukommt. Aber hier kribbelte das Unbekannte. Aufgenommene Gespräche auf dem Marktplatz wie „bin letzte Woche nur noch 170 km gelaufen…“ oder „ich hoffe mein längster Lauf über 60 km reicht diesmal…“ machten mich dann doch ein bisschen nervös.

Lange Zeit darüber nachzudenken hatte ich nicht, weil der Startschuss fiel. Über uns kreiste ein Hubschrauber des MDR der den Start live übertrug. Ich hatte mich recht weit hinten eingereiht da ich nicht wusste was auf mich zukommt. Aber ich merkte relativ schnell, dass da doch etliche „Genussläufer“ dabei sind. Also war zunächst Slalom angesagt. Da ich die Strecke vorher sehr genau studiert hatte war mir klar, dass ich nicht so schnell angehen sollte. Die ersten 25,1 km gingen ab Start fast stetig nach oben. Von 200 m auf über 900 m zum Großen Inselsberg. Meine erste (gedankliche) Etappe ging unglaublich schnell vorbei, wenn man sich so einen Ultra in größere Abschnitte einteilt. Danach ging es ordentlich bergab und so erreichte ich mein geistiges zweites Ziel – 42,2 km – recht zügig und noch recht fit. Ich dachte nur noch: „Hey, fast geschafft. Nur noch 30,5 km!“. Es ist echt unglaublich wie das menschliche Gehirn mit diesen Situationen umgeht. Was vorher fast unerreichbar erscheint wird plötzlich machbar, wenn man sich psychisch darauf einstellt. Bis km 55 lief es fast wie in Trance. Natürlich wurde jeder Verpflegungsstand „mitgenommen“ und auch den berühmten Schleim habe ich probiert (Haferflockenschleim). Vorbei an der DKB Ski Arena in Oberhof und ich wusste jetzt kommt gleich der Anstieg zum höchsten Punkt der Strecke. Auf den letzten Metern zum Gipfel war – wie teilweise auch an anderen Anstiegen – kein Laufen mehr möglich. Oben angekommen freute ich mich auf die letzten Kilometer. Die Knieschmerzen die mich so seit km 50 ärgerten verdrängte ich und ich versuchte die letzten Kilometer das Tempo nochmals anzuziehen als mir zugerufen wurde, dass ich es unter 7 Stunden schaffen konnte. Das realisierte ich wirklich erst ab diesem Zeitpunkt. Also Schmerzen und Müdigkeit ignoriert, vorbei an begeisterten Zuschauern und ab ins schöne Ziel.

Am Ende habe ich tatsächlich eine Zeit unter sieben Stunden erreicht. 6:57:39. Ich war echt positiv überrascht! Da die avisierten Live-Streams im tiefsten Thüringer Wald nicht möglich waren schickte ich direkt im Ziel ein kleines Video in unsere Whatsapp-Gruppe. Das hätte ich mir fast sparen können. Hier wurde live über meinen Lauf berichtet. Wahnsinn! Das motiviert umso mehr. Ein tolles Team!

Danach duschen, ein kostenloses Finisher-Bier abgeholt (Info für Gregor: Köstritzer Schwarzbier) und dann mit einer Suppe aufgetankt. .

Ich bin dann mit dem Shuttle Bus in 1,5 Stunden zurück nach Eisenach gefahren. Aus dem Busfenster konnte ich doch noch etliche Läufer sehen die sich noch auf der Strecke quälten. Da waren bereits knapp 9 Stunden vergangen.

Ob es das schönste Ziel ist kann ich weder bestätigen noch verneinen. Zum einen habe ich noch nicht alle Ziele erlebt. Zum anderen ist für mich jedes Ziel etwas Besonderes. Und der Rennsteig Supermarathon war für mich etwas ganz Besonderes. Das Verschieben der physischen und psychischen Leistungs- und Belastungsgrenzen. Das lehrte mich mal wieder, dass jede Grenze nur im Kopf existiert.

Andreas Roth

Andreas Roth

Ich bin der Andreas, komme aus Kirrweiler und bin verdammt schnell :D Bei den URoPs kümmere ich mich um die Webseite. #URoPidgCdW #KirrweilerWeltdorf

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26. Oktober 2021

Unsere Langstreckler und Treppen-Spezialisten Karina Boppre und Gerhard Raithel waren am Wochenende beim 48 Stundenlauf in Brugg (Schweiz) am Start 🤩

Karina hat unglaubliche 196 km hinter sich gebracht. Gerhard sogar 218 km 👏

Ihr seid der Wahnsinn‼️
Glückwunsch zu dieser Leistung 🥳
Wir sind froh und stolz Euch im Team zu haben 💚

PS: Wisst ihr eigentlich schon, dass Karina den offiziellen URoP-Mannschaftsbus fährt⁉️ Toll oder⁉️

#URoPidgCdW
#48Stundenlauf
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Gratulation zu dieser tollen Leistung 🤩👍 echt stark so lange durchzuhalten 👍

Glückwunsch zu dieser tollen Leistung 💪 ‼️

Hammer Leistung - Glückwunsch 😳

Wahnsinn was ihr beide da abgeliefert habt. Respekt

Einfach nur WOW ‼️💚💚

unvorstellbar! ich kämpfe schon mit 25 Kilometern... ich ziehe meinen Hut vor diesen enormen Leistungen 🍾😄

Einfach Unvorstellbar für viele von uns

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Der Morgen nach dem Marathon 🧊❄️

#tatzenmarathon
#URoPidgCdW
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Der Stab hat Frankenthal verlassen und ist in der URoP Hauptstadt Schifferstadt angekommen.
Unser Ultraläufer Karsten hat ihn an die Ultraläuferin Brigitta übergeben.

Wo landet der Stab als Nächstes?
Eure Tipps in die Kommentare ✍🏻

#esgddp #unitedrunnersofpfalz #uropidgcdw #pfalz #steilistgeil
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Heute gibt es wieder was aufs Gehör 👂🏻🎙

Mit @chris_bet75 @magin.stefan @marcoimo @tri_volli sind gleich 4 Ironman in der aktuellen Folge von Muskel & Kater.

Was genau unsere Ironman Frankfurt Finisher zu berichten haben?
Wie die Vorbereitung verläuft?
Ob Sie noch einmal an den Start gehen würden?

Seid gespannt und hört rein.

#uropidgcdw #unitedrunnersofpfalz #podcast #unbedingtreinhören #wasaufdieohren #laufen #triathlon #producer #diy
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Ein Stab sagt mehr als 1000 Wort 💚

Der Stab ist und bleibt in Fronkedaal

Der höchste Berg von Frankenthal wurde erklommen für die feierliche Stab Übergabe zwischen @clickbirne und @karsten_reinholz .
Ein zweites mal fiel Karsten nun auf die Knie 😁

Wo er wohl als Nächstes landet?

#esgddp #unitedrunnersofpfalz #truelove #love #pfalz #steilistgeil
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"Team Rosa" hat gestern abgeliefert‼️

Mit einer Gesamtzeit von 59:43 min über 4 x 4 km sicherte sich das Team den 3. Platz beim Ludwigshafener Insellauf 🥉

Alle Ergebnisse gibt's bei @detiminggmbh hier:
https://runtix.com/sts/index.php?view=10050&param1=2064

#uropidgcdw
#detiming
#ludwigshafenerinsellauf
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Das hat nicht lang gedauert…
Der Stab is wieder in Fronkedaal und ist bei der lieben Claudia @clickbirne angekommen.

Wo er wohl als Nächstes landet?

#esgddp #urop #unitedrunnersofpfalz
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Von Fronkedahl nach Birkenheide 💚

#ESGDDP
#URoPidgCdW
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Das "B" in "Bahntraining" steht wohl für "batschnass". 🙂🏃‍♂️🌧🌧

#running #training #run #instarunners #laufen #unitedrunnersofpfalz #racetrack #summertime #istdasnochsommeroderkanndasweg #summerrain
...

Ein Stab, der uns alle verbindet 💚

#esgddp #uropidgcdw #pfalz #steilistgeil #unitedrunnersofpfalz
...

#Netindepalz

Alex ist nach 3 Etappen mit 5065 Höhenmeter ⛰ in Drääsdn angekommen.

Was ursprünglich als entspanntes Wochenende geplant wahr wurde kurzerhand zu einer 3 Tages Radtour umgeplant.
Das Auto blieb zuhause

#uropidgcdw #unitedrunnersofpfalz #pfalz #dresden #bike #sport #vacation #radtour #tour
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Aus der Reihe: Steil ist Geil im Außendienst ⛰️

@zugspitz_ultratrail der @planb_event_company und wir Runners mittendrin statt nur dabei 🎉

Dieses Jahr fiel der ZUT leider coronabedingt einmal mehr aus 😢
Aber nicht mit uns Runners❗
Ein paar verrückte von uns wollten das lange Training mit einem schönen Absch(l)uss auf der Originalstrecke belohnen 🏔😁💚

Beim Basetrail (25 km, 1500 hm) waren @tilmarkus, @andy84_man, @danny_meis, @mountain_max1992 und Volker am Start. An den Basetrail XL (39 km, 1900 hm) wagten sich die Ladys @kesto05 und Regina. Brigitta machte sich mit Freunden auf ein Teilstück von 42 km zu trailen. Unser @tri_toni_germany stellte sich der Herausforderung des Supertrail XL mit 83 km und 4100 hm, den er leider nicht ganz hinter sich bringen konnte 😢

Wir gaben alle unser Bestes, trotz teilweise widriger Umstände. Am Ende sind wir alle Sieger 🏅😁
Nächstes Jahr kommen wir zum offiziellen Zugspitzultratrail wieder 💪🏔

Am Sonntag stand Regeneration auf dem Plan und wir nutzten die Gelegenheit und fuhren hoch mit der Alpspitzbahn für eine kleine Wanderung, um die Landschaft und die Berge in Ruhe zu genießen.
Es wurde ein lustiger Tag, der seinen Ausklang in einem regionalen Restaurant fand 🍻

Wir hoffen 2022 sind weitere Runners mit am Start und wir färben die Strecken GRÜN 😉 🤣💚✌

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Heute gibt es wieder was aufs Gehör 👂🏻🎙

@tobiasrop berichtet über seinen Start beim Austria X-treme Triathlon.
Unter anderen über die Emotionen, das Event selbst und natürlich die Besonderheiten dieser außergewöhnlichen langdistanz.
Mehr dazu in der für brandneuen Folge von #muskelundkater.

Seid gespannt und hört rein.

#uropidgcdw #unitedrunnersofpfalz #podcast #unbedingtreinhören #wasaufdieohren #laufen #triathlon #producer #diy
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Daaaa steht eine Kuh auf der Strecke,
jajaaa eine Kuh auf der Strecke 🎤🎼

Wer kennt das berühmte Lied von @klausundklaus_official nicht ⁉️😉

Unser Tobias Rop hat den Austria Extreme Triathlon @autxtri gefinisht!
Herzlichen Glückwunsch 🥳

#uropidgcdw
#autxtri2021
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Ned in der Palz

Bernd und Sabine senden uns Urlaubsgrüße 💚

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